Dr. M. Ramirez Schulschenk

       

       Dr. Andrea Macioszek

 

 

 

 
     
 

Steinleiden

 

Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient,

 

das Steinleiden quält die Menschheit seit alters her. Es ist nicht sicher zu verhindern, schwer zu beheben, vor allem sehr unangenehm und schmerzhaft.

 

Was aber können Sie tun, um den Stein "los zu werden"?

  .:
Trinken Sie bitte so viel wie möglich.

  .: Nehmen Sie bitte nur bei intensiven Schmerzen Medikamente ein.

  .: Führen Sie bitte keine Tätigkeit aus, welche Sie und andere gefährden könnte.

  .: Bewegen Sie sich viel. Ein Stein rollt immer bergab!

  .: Nehmen Sie keine kräftigen Mahlzeiten zu sich.

 

Sollten Sie in den nächsten Tagen und Wochen völlig beschwerdefrei sein, obwohl der Stein noch nachweisbar ist, muß ich Sie dringend bitten, sich trotzdem Kontrolluntersuchungen zu unterziehen bis sicher ist, daß der Stein den Körper verlassen hat. Ein Stein, der den Harnleiter verschließt, zerstört unaufhaltsam durch den Urinrückstau die entsprechende Niere.

 

Um zu kontrollieren, ob der Stein abgegangen ist, darf ich Sie bitten, ab sofort bei jedem Wasserlassen den Urin zu sieben, um das meist nur buntstecknadelkopfgroße Steinchen zu gewinnen, damit es untersucht werden kann. Aufgrund der unterschiedlichen Zusammensetzung der Steine kann ich Ihnen dann mitteilen, ob und durch welche Diät in Zukunft die Steinneubildung verhindert werden kann.

 

Was können Sie tun, um eine erneute Steinbildung zu verhindern?

  .: Trinken Sie soviel, daß Sie am Tag zwei Liter Urin ausscheiden. An heißen       Sommertagen, an denen man viel schwitzt, kann das eine ganze Menge sein.       Im Winter muß man sich geradezu dazu zwingen.

  .:  Meiden Sie hochkalorische Getränke (Limo, Cola etc.).

  .: Meiden Sie übermäßigen Genuß von Koffein und Teein (Kaffee, schwarzer       Tee).

  .: Trinken Sie calciumarmes Mineralwasser, Fruchsaftschorlen.

  .: Es darf auch mal ein obergäriges Bier sein (nicht nur, weil wir hier im      Rheinland sind).